Nano-Sim-Karte

Seit September 2012 ist die Nano-SIM-Karte als noch kleinere Variante der Micro-SIM auf dem Markt. Initiator der Einführung einer abermals kleineren SIM-Karten-Version war auch hier wieder einmal Apple – diesmal mit dem iPhone 5. Mit ihren Abmessungen von 12,3 Millimeter mal 8,8 Millimeter mal 0,67 Millimeter kommt die Nano-SIM-Karte in besonders kleinen und flachen Endgeräten zum Einsatz.

Zudem ist sie abwärtskompatibel zu den größeren SIM-Karten. Mit einem sogenannten Nano-SIM Adapter kann die Nano-SIM  auf Micro- oder Mini-SIM-Größe erweitert werden und somit auch in Geräten genutzt werden, die eine größere SIM-Karten erfordern. Bei dem Nano-SIM-Adapter handelt es sich schlicht um einen Plastikrahmen, in den die Nano-SIM gelegt wird. Der Adapter ist so beschaffen, dass die Kontakte der Nano-SIM-Karte genau an der Stelle der Kontakte der jeweils größeren SIM-Karte liegen. Prinzipiell funktioniert die Erweiterung der Nano-SIM sowohl auf die Größe einer Micro-SIM als auch auf die Größe einer Mini-SIM gleich. Die SIM-Karten unterscheiden sich nur in der Ausprägung ihres Plastikrahmens, nicht jedoch in technischer Hinsicht. Die Nano-SIM wird deshalb samt Adapter ganz einfach in den SIM-Steckplatz des Gerätes geschoben (Micro-SIM) oder eingelegt (Mini-SIM).

Für den Fall, dass die Nano-SIM sowohl für Geräte mit Micro-SIM-Slot als auch für Geräte mit Mini-SIM-Slot genutzt werden soll, macht es Sinn ein Nano-SIM-Adapter Kombi Set anzuschaffen, um in der Nutzung der SIM-Karte flexibel zu bleiben. Das Set besteht aus einem Nano-SIM auf Micro-SIM- wie auch einem Nano-SIM auf Mini-SIM-Adapter. Verfügt man nun über ein Smartphone und ein Tablet mit jeweils unterschiedlichen SIM-Karten-Steckplätzen, ermöglicht das Adapter-Set den beliebigen Einsatz der Nano-SIM in das jeweilige Endgerät. Aufgrund der Normung der Nano-SIM-Karten verfügen auch die Adapter über feste Maße, die eine Nutzung unabhängig vom Mobilfunkanbieter ermöglichen.

Auch gibt es zahlreiche Anleitungen im Internet zum Zuschneiden einer Nano-SIM-Karte, was sich aufgrund der Größe einer Nano-SIM jedoch als schwierig erweist und leicht in einem Defekt der SIM-Karte und des SIM-Steckplatzes am Smartphone enden kann. Daher ist es ratsam – sofern man nicht die Möglichkeit hat eine kostenlose Nano-SIM-Karte vom Mobilfunkanbieter zu erhalten – eine kostenpflichtige SIM-Karte zu bestellen.

Die Kosten für den Tausch einer alten SIM-Karte in eine neue Nano-SIM-Karte sind für Bestandskunden in Abhängigkeit der Vertragsart (Vertrag oder Prepaid) unterschiedlich hoch und können je nach Anbieter bis zu 25 Euro betragen. Für Neukunden ist die Nano-SIM sowohl bei Abschluss eines Vertrags als auch in der Prepaid-Variante in der Regel kostenlos.